Anflug Samos

Jedes mal spannend…

Der Flug nähert sich seinem Ende, die Geduld auch.
Jetzt kommt der spannende Teil, die Landung.
Erstmal an Samos vorbei, wo will der eigentlich hin?
Der Kapitän besinnt sich eines besseren und kehrt in einer
wunderschönen, lang gezogenen Kurve um.
Unten sieht man Ireon, Pagondas und jede Menge Olivenbäume.
Gleich ist es geschafft! Zielstrebig geht es auf die Berge zu,
die zum Teil starken Winde rütteln den Flieger ganz schön durch.
Mir wird etwas flau im Magen, die delikate Bordverpflegung
klopft nochmal kurz an. Unruhe macht sich breit, der Flugplatz ist doch rechts.
Der Pilot hält zügig auf einen imaginären Wendepunkt zu (hoffe ich),
dieser wird sehr eng geflogen (ist halt ne kleine Insel).
Ein wenig tiefer und man könnte schon mal ein paar Blumen pflücken.
Letzte Runde Zieleinlauf, in einer gewagten Rechtskurve gibt der Pilot
noch einmal Alles und legt sich so richtig rein.
Der rechte Flügel kratzt scheinbar lustige Zeichen in den trockenen Boden.
Der Magen hängt noch etwas schief während sich die Maschine wieder
gerade ausrichtet und schelmisch mit den Flügelspitzen wackelt.
Ein kleiner Schwenk nach Links, einfach meinem Magen hinterher,
noch mehr Wind, noch mehr Geruckel. Noch ein paar Meter –
Touchdown- Ruckeln -Poltern.
Die Turbinen gehen auf Gegenschub,
der Magen erklärt sich solidarisch und macht mit.
Befreites aufatmen Allerseits, gelandet auf Samos.

 

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Permalink
schreib was
  • Peter 24. Oktober 2011 at 20:28

    Hallo Frank!
    Danke für deinen Eintrag auf meiner Website!
    Ja, Landungen auf Samos sind meist spannend, doch die Landung, die du hier beschreibst, scheint ja noch ziemlich ruhig verlaufen zu sein, wenn ich an die Landung vor 2 Jahren denke, mit vier Anflügen und erst dann hat`s geklappt. Der Pilot wollte wegen des starken Seitenwindes schon auf eine andere Insel ausweichen …
    Doch wer vom Samosvirus befallen ist, nimmt dieses Bauchkribbeln gerne in Kauf!
    Grüße aus dem Salzburgerland,
    Peter